Where The River Cuts

Solo Exhibition "Where The River Cuts" in den Räumen der DoD Gallery, Köln.

„In ihrer fotografischen Arbeit "Where The River Cuts" reflektiert Rosa Sadnik ihr Aufwachsen auf der rechten Rheinseite Kölns. Zwischen Inszenierung, Nostalgie und sozialkritischer Reflexion erzählt sie von Kindheit und Jugend in einer stigmatisierten Stadthälfte und davon, wie die Sozialisierung die eigene Identität und das Zugehörigkeitsgefühl prägte. (….)

Mit ihrer fotografischen Arbeit rückt Rosa Sadnik nun die rechtsrheinischen Stadtteile aus der Peripherie in den Fokus. Der normativen linksrheinischen Perspektive stellt sie einen Blick von innen gegenüber, der das Aufwachsen und das Leben junger Mädchen in Ostheim, Merheim, Neubrück und Buchheim thematsiert. Ihre nostalgische, teils romantsierende Perspektive impliziert jedoch gleichzeitig auch eine Kritk an sozialräumlichen Bedingungen und an der Marginalisierung durch Stadtplanung. (…)

Gleichzeitig repräsentieren sie biografische Lebensabschnitte an ihren ehemaligen Wohnorten, die das jugendliche Lebensgefühl rekonstruieren. So gelingt es Rosa, hinter der Inszenierung auch dokumentarische Erinnerungsfragmente und kritische Untertöne zu integrieren. (…)

Komplettiert werden die Pigmentdrucke von digitalen Mittelformataufnahmen durch Polaroids,
die einerseits den nostalgischen Unterton verstärken, aber auch eine Hommage an eigene Archivaufnahmen der Eltern darstellen. Die Arbeit ist somit eine biografische Rückbesinnung, aber auch eine Einladung in ihre Welt, in die Nachbarschaften, Wohnungen und zu den Menschen, die diese prägen. In ihrer Arbeit entsteht somit eine Brücke, die die andere und fremde Seite ein Stückchen vertrauter macht.“

Text: Pablo Plum

Full text (EN) and exhibition view available on request.

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Congrats on adulting, 2023